Zwergzebus -
eine exotische Wildrinderrasse mit starkem Potential

Rassebeschreibung

Die Zwergzebus stammen ursprünglich aus Sri–Lanka und dem Kaukasus.
Typisch für diese kleinen Fleischrinder ist ein zierlicher Körperbau, schmale Köpfe mit waagerecht abstehenden Ohren und Hörnern, welche nach oben zeigen sollen. Weitere typische Merkmale sind eine ausgeprägte Wamme (Hautfalte am Hals) und der, beim Bullen größere und bei der Kuh kleinere Buckel im Widrerristbereich.
Das Fell der Zwergzebus ist seidig, glänzend und in fast allen Farben vorhanden, von weiß, rot, braun, ocker, schwarz bis zu wundervollen Farbschattierungen und verschiedenen Variationen. Die Tiere können einfarbig mit Aalstrich, gestromt, gescheckt oder gepunktet sein.

Für uns immer wieder faszinierend ist der starke „Familiensinn“ und Zusammenhalt der Herde.
Die Geburten erfolgen im Beisein der Herde, ungestört bringt die Kuh unter den wachsamen Blicken der anderen Tiere ihr Kalb zur Welt, welches sofort danach von allen Herdenmitgliedern, auch vom Bullen, liebevoll und vorsichtig „begrüßt“ wird.

Auch den Besitzern und Pflegern gegenüber stellt sich bei liebevollem Umgang mit den Tieren bald ein echtes „Vertrauensverhältnis“ ein, wir würden aber keinem Fremden raten, eine Koppel mit einer Zwergzebuherde zu betreten.

Zwergzebus sind sehr genügsame Rinder, welche sich im Sommer mit (auch schon mal mit etwas älteren) Gräsern und Kräutern und im Winter mit Heu, Stroh und Wasser zufrieden geben.

Impfungen und sonstige Medikamente sind bei dieser Rasse nicht nur völlig überflüssig, sondern ein unnötiger Eingriff in ihr natürliches, sehr stark ausgeprägtes Immunsystem.
Die Durchführung einer Entwurmung, einmal bis zweimal jährlich bei größeren Beständen, ist aber sehr sinnvoll und daher unbedingt anzuraten.
Ihr sehr dichtes Fell und seine natürliche Fettschicht schützt vor Zecken – und Milbenbefall und sonstigem Ungeziefer.

Durch ihr geringes Gewicht (Bullen bis ca. 400 kg, Kühe bis ca. 250 kg) und Größe (Widerristhöhe bis max. 1,30 cm) werden Zwergzebus gern in der Landschafts- und Weidepflege eingesetzt, denn es ist die einzige Rinderrasse die so gut wie keine Trittschäden verursacht.
Flächen, welche für Milch – und Mastvieh nicht genügend Futter hergeben, und mit Unkraut und Büschen überwuchert sind oder Wiesen, die von Pferden nur ungenügend abgefressen wurden, werden vom Zwergzebu gern angenommen, abgeweidet und eine Verwilderung der Flächen wird so verhindert.


Wofür es sich lohnt, Zwergzebus zu züchten


Wir vom Falkenhof haben uns zum Ziel gesetzt, eine reinrassige, saubere Herdbuchzucht zu betreiben, das Zwergzebu auch hier in den östlichen Bundesländern Deutschlands publik und auf diese interessante Rinderrasse aufmerksam zu machen.

Seit März 2014 ist Uwe Böttger Beisitzer im Vorstand des Verbandes deutscher Zwergzebuzüchter (VDZ) und damit direkter Ansprechpartner für alle Interessierten im Ostteil der Bundesrepublik zur Arbeit des Verbandes.

Da wir die Herdbuchzüchter mit der größten Herde dieser Rasse in Sachsen sind, versuchen wir weitere Züchter zu finden, die an dieser speziellen Rinderrasse interessiert sind und zu einer Zucht, ob Herdbuch oder reinrassig ohne Papiere, bereit wären.

Zwergzebus haben ein sehr fein strukturiertes, dunkles Fleisch mit edlem, fast wildähnlichem Geschmack.
Kenner und Gourmets sagen der Geschmack ist eine Mischung aus Wild- und Kalbfleisch.
Das Zwergzebufleisch ist sehr Cholesterin- und Fettarm und somit bestens für die gesundheitsbewusste Ernährung geeignet.